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Queercore - Leipzig

Datum 11.01.2018
Veranstaltungsbeginn 20:00h
Stadt/Ort Leipzig
Ort UT Connewitz
Originalkarten Nein
Preiskategorie Nein
Platzposition Nein
11,00 €
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Queercore: How to Punk a Revolution & Konzert-Performance von HYENAZ (Dok, USA/D 2017, 83 min, OmU von Yony Leyser)

Rock ’n’ Roll und im besonderen Hardcore Punk hatten immer den Ruf, eine maskuline und chauvinistische künstlerische Ausdrucksform zu sein. QUEERCORE führt nun mit vielen Beweisstücken vor, dass es auch ganz andere Traditionen gab, die abweichende sexuelle Orientierungen nicht als Makel sahen, sondern als Waffe im Kampf gegen eine heteronormative Mehrheitsgesellschaft benutzten. Der Film, der mit harten Schnitten und abrupten Szenenwechseln rough und tough erzählt wird, spannt einen Bogen von den New York Dolls und Wayne/Jayne County bis zu rezenteren Phänomenen wie den Riot Grrrls. Motto: «Making Homocoregreat.»

Mit: John Waters, Beth Dito, Kim Gordon, Bruce LaBruce, Peaches, Genesis P-Orridge uvm.

In Anwesenheit von Yony Leyser.

Für das Elektronik-Duo HYENAZ ist Musik der Saft, der in ihren Körpern fließt. Und deshalb ist bei Mad Kate und XIL alles immer im Fluss. Die zwei KünstlerInnen, die auf Peaches-Konzerten bereits mehrfach als Opener gespielt haben und von dieser als "Performance-Monster-Duo" geadelt wurden, verstehen elektronische Musik und Performance als Instrument zur politischen und persönlichen Transformation. In ihrem selbstbetitelten Debütalbum von 2014 inszenierten sich die beiden als Transgender-Humanoide, die an den Rand der Apokalypse gespült wurden, wo nur noch Gebäudekörper und Identitätskonzepte als Überbleibsel der Zivilisation existieren. Spiegelungen dieser Fantasiebilder sind die Praktiken, die sie für ihre Musik und ihre Performance einsetzen. Dabei werden intensive Feldaufnahmen aus ihrer Umgebung in Klanglandschaften verwandelt, die sowohl einen zackigen als auch üppigen Sound haben. Ihr zweites Album "Critical Magic" ist durch postmoderne Spiritualität gekennzeichnet. Und da Hyenaz auf ihren neuen Tracks koreanische Schnitttechniken verwenden, klingen diese mystisch und wild zugleich. So entstand ein experimentelles Dance-Album.

"Critical Magic ist zugleich Meditation, Messe und Kriegsgeheul, Überfall, Urschreitherapie und Verführung,bedient sich an Cold Wave, Synthie-Pop, Tribal-Trance und Klangkunst (...). Musik als Feier des Lebens, als Tanz und Therapie, als Exorzismus und Ritual." (Beat Magazin)